Stadtmeisterschaften der Kegler in Gommern mit großer Resonanz. Stimmung ist bis in die späten Abendstunden überragend. Hannelore Hasdorf mit zehntem Titel.
Kegeln ist ein umwerfender Sport. Unter diesem vielsagenden Motto veranstalteten die Kegler des SV Eintracht Gommern im Rahmen des Stadtfestes der Ehlestadt traditionell ihre Stadtmeisterschaften. Am Freitag kamen 48 Keglerinnen und Kegler sowie Freizeitsportler in die schöne PAULY-Kegelarena, um den schönen Kegelsport zu zelebrieren und die neuen Stadtmeister zu feiern. „Mit so vielen Teilnehmern und Gästen hatten wir gar nicht gerechnet. Das große Interesse freut mich besonders“, war Abteilungsleiter Thomas Arndt, der selbst gesundheitsbedingt passen musste, absolut zufrieden, denn der Teilnehmerrekord von 51 wurde nur ganz knapp verfehlt.

Gleich zu Beginn, gegen 14 Uhr, eröffnete Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein das Event. Üblicherweise gut informierte Kreise berichteten vom sportlich „wohl besten Bürgermeister aller Zeiten“. Er platzierte sich mit guten 233 Kegeln im Mittelfeld der nicht aktiven Männer. Die Abteilung Kegeln bedankt sich für die Wertschätzung der Stadt, die in der aktiven Teilnahme des Bürgermeisters, aber auch in der finanziellen Unterstützung der Veranstaltung zum Ausdruck kam.
Bei den aktiven Frauen setzte sich mit Karin Jordan (365) nicht unerwartet eine „Wölfin“ vom TuS Leitzkau durch und wurde neue Stadtmeisterin. Auf den Plätzen zwei und drei fanden sich mit Jördis Schulze (347) und Ivette Zeidler (329) zwei ehemalige Gommeraner Keglerinnen ein.

Bereits zum zehnten Mal, ihr Mann sprach sogar von „noch mehr Pokalen“, die er daheim gezählt hätte, gewann Hannelore Hasdorf mit tollen 312 Kegeln die Konkurrenz der nichtaktiven Frauen vor Susann Arndt (279) und Gitta Lorenz (268).
Der Titel-Wettstreit in der Königsdisziplin bei den aktiven Männern spitzte sich auf einen rein Gommeraner Dreikampf zu, den Max Hermann, der eine wahnsinnige 121er Bahn zum Start hinlegte, auf jeder Bahn mindestens 100 Kegel traf und insgesamt auf einen „Turnierrekord“ von 424 Kegeln kam, für sich entschied. Mit weiteren 400er Ergebnissen landeten Ronald Richert (409) und Martin Hukauf (406) auf den Plätzen zwei und drei. Hier mussten sich die Kegler aus dem Gommeraner Ortsteil Leitzkau, es waren immerhin neun der 22 Starter, mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben.
Der letzte Starter der Konkurrenz, der erst gegen 21 Uhr sein Spiel absolviert hatte, Marko Fresdorf, holte sich etwas überraschend und unter lautstarkem Jubel mit starken 357 Kegeln den Stadtmeistertitel bei den nicht aktiven Männern vor Titelverteidiger Stefan Wustrau (352) und Marko Hermann (350). Thomas Zander, Vertreter des Abteilungsleiters, war drauf und dran, gleich einige Mitgliedsanträge an die starken „Laien“ auszugeben.

Zum Abschluss des Events wurden die Titelträger und Medaillengewinner in allen vier Kategorien mit Pokalen, Medaillen und Sachpreisen geehrt. Der Dank von Zander galt aber auch den Männern der Abteilung Kegeln um Ralf Öhlschläger und Ronald Richert, die über fast acht Stunden, trotz eigener Kegelaktivität, alles im Griff hatten und für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
„Die Meisterschaften waren sowohl vom Teilnehmer- und Zuschauerzuspruch als auch von der sportlichen Qualität und besonders von der Stimmung in der Halle her ein absoluter Erfolg“, jubelte Arndt abschließend. Kegeln ist eben ein umwerfender Sport.







