Trotz der über 100 Minuskegel sichert sich die Eintracht im Ortsderby in Leitzkau einen Punkt. Max Hermann überragt alle mit dem neuen Einzelbahnrekord von 657 Kegeln.
Was für ein Kegelspektakel. Das Ortsderby zwischen den „Wölfen“ vom TuS Leitzkau und der Gommeraner Eintracht in der Verbandsliga bot alles, was ein Derby bieten kann. Spannung, hohe Ergebnisse und am Ende ein 4:4-Unentschieden, das erst nach dem letzten Wurf mit einem Kegel Vorsprung feststand.
Dabei sahen die Gastgeber schon frühzeitig, zumindest nach den Gesamtkegeln, wie die sicheren Sieger aus. TuS-Kapitän René Geißler (626) dominierte den guten Bernd Löhnert (560) recht deutlich. Gleichzeitig vergab Thomas Arndt (541) in seinem 100. Spiel für die erste Eintracht-Mannschaft nach einer souveränen 3:0-Führung zwar auf der Schlussbahn gegen Stephan Wittig (554) noch seinen Kegelvorsprung, hielt die Blau-Gelben aber wie erhofft nach Duellsiegen im Spiel.
Dann zog Patrick Germer (638) dem Gommeraner Teamchef Thomas Zander mit überragenden Räumern den Zahn. Der eingewechselte Karl Zander (zusammen 514) konnte da nichts mehr „kitten“. So wuchs der Kegel-Rückstand in für Gommern uneinholbare Dimensionen. Doch erneut entledigte sich der zweite Blau-Gelbe des Durchgangs, Martin Hukauf (589), in einem Duell auf des Messers Schneide gegen René Haberland (582) seiner Aufgabe, mit dem Duellsieg zumindest die Hoffnung auf etwas Zählbares zu erhalten.
Besonders Max Hermann nährte diese Hoffnung mit einem überragenden Start in seine Begegnung. Er legte auf den ersten zwei Bahnen wahnsinnige 356 Kegel um und hatte da schon seinen Gegenspieler, René Helbing (570), quasi besiegt. Mit einer „normalen“ zweiten Spielhälfte schraubte er, gefeiert von seinen Mitspielern, aber auch von den fairen Gastgebern, den Einzelbahnrekord und seine persönliche Bestleistung auf tolle 657 Kegel.

Aber trotz dieser überragenden Leistung konzentrierte sich die Spannung eher auf die anderen zwei Bahnen. Ralf Öhlschläger lag nach drei Bahnen mit 1:2 Sätzen und drei Minuskegeln hinter Michael Dreßler (557). Als „Öhli“ mit dem vorletzten Wurf abräumte, schien alles für Blau-Gelb zu laufen. Doch er verzog und traf zum Abschluss nur eine Zwei. Doch Dreßler erwischte in seinem letzten Wurf nur drei der vier stehenden Kegel und so jubelten die Gommeraner über den Duellsieg mit einem Kegel Vorsprung und das Unentschieden im Stadtderby.
„Hier zu punkten, ist schon genial. Und dann noch in so einem engen Match und mit der wahnsinnigen Leistung von Max Hermann. Ich bin absolut happy“, jubelte Eintracht-Kapitän Zander mit seinem Team. Die „englischen Wochen“ gehen für die Blau-Gelben bereits am Donnerstag ab 18 Uhr mit dem Nachholspiel gegen Schönebeck in der heimischen „PAULY-Kegel-Arena“ sowie am Sonnabend mit dem Spiel gegen Kayna, ebenfalls daheim, weiter. „Die beiden Spiele sind so wichtig für unsere endgültige Platzierung. Da müssen wir wieder in der Breite der Mannschaft auf höchstem Niveau agieren, dann haben wir gute Siegchancen“, blickte Zander voraus. Und dann gibt es hoffentlich wieder solche Kegelspektakel.







