Eintracht-Kegler verlieren gegen neuen Landesmeister denkbar knapp. Nur ein Kegel fehlt zum Remis, zwei zum Heimsieg. Rückschlag im Medaillenkampf. Sören Schulze bester Gommeraner.
„Es wird einfach nicht besser.“ Selbst nach einem durchgrübelten Abend fand der Kapitän der Gommeraner Verbandsliga-Kegler, Thomas Zander, am Sonntagmorgen noch keine „wirkliche Begründung“ für die Last-Minute-Niederlage seiner Blau-Gelben im Top-Spiel gegen den neuen Landesmeister SV Grün-Weiß Langendorf. Die Eintracht hatte am Samstag nämlich mit 3:5 wegen gerade einmal einem weniger erzielten Kegel (3543:3544) verloren. „Doch am Ende haben die Gäste eben genau diesen einen Kegel mehr erzielt. Den können wir bei uns an so vielen Stellen finden“, blieb Zander enttäuscht, obwohl er den Gästesieg akzeptierte.
Schon zu Beginn vergab Martin Hukauf (593) trotz sehr guten Spiels den möglichen Punktgewinn gegen Marco Klein (617). „Da hat er uns die Tür aufgemacht, wir sind aber nicht durchgegangen“, sah auch der Kegler selbst das Potential. Gleichzeitig hielt Ralf Öhlschläger mit starken 614 Kegeln gegen Toni Zimmermann (570) die Blau-Gelben voll im Spiel.
Auch das Mittelpaar brachte erwartungsgemäß keine Entscheidung. Während Thomas Arndt (563) gegen den Tagesbesten, Jonas Walter (626), nicht auf sein erhofftes Resultat kam, holte Max Hermann (604) gegen das Duo Christoph Krause/Toni Pochanke (zusammen 552) die Kegel wieder zurück. So war das Spiel bei gerade einmal neun Kegeln Vorsprung für die Gastgeber völlig ausgeglichen.
Was dann im Schluss-Durchgang passierte, war nichts für schwach Nerven. Die rote und grüne Farbe an der Anzeige für den Kegelvorsprung oder -rückstand wechselte fast bei jedem Wurf auf die eine oder andere Seite. Karl Zander (547) war zwar gegen Christoph Schmidt (604) weitgehend chancenlos, so dass der zwischenzeitliche Vorsprung von Wurf zu Wurf schmolz.

Gleichzeitig spielte sich aber Sören Schulze in einen regelrechten Rausch, gewann mit dem Gommeraner Bestwert von 622 Kegeln den wichtigen dritten Mannschaftspunkt und hielt Sebastian Sitter (575) klar auf Distanz. Doch ausgerechnet Geburtstagskind Sitter hatte den letzten Wurf der Partie. Eine Fünf für einen Heimsieg, eine Sechs für ein Remis oder eine Sieben für den Sieg der Langendorfer – der Gästekapitän musste die Entscheidung herbeiführen. Und es rutschte tatsächlich ein Kegel noch zur Sieben und die Gäste jubelten über den Sieg und ihren Titelgewinn, während die Eintracht ohne Zählbares dastand.
„Nun müssen wir die beiden ganz knappen Niederlagen aus den vergangenen zwei Wochen aus den Köpfen bekommen und nach der Osterpause wieder angreifen und punkten. Dann können wir trotzdem noch um die Medaillen mitkämpfen“, machte Zander etwas später doch wieder eine optimistische Kampfansage an die Konkurrenz. „Besser wird es trotzdem einfach nicht.“







