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Am 9. Juni 2013 hatte das Elbehochwasser seinen Scheitel erreicht. "Ihre Autos unten auf der Wiese wären ein paar Meter unter Wasser", wandte sich Burkhard Schulle, Leiter der Abteilung Kanu des SV Eintracht Gommern, an die zahlreichen Besucher der Einweihung des neuen Vereinsheimes der Kanuten an der Wilden Zicke in Pretzien, die mit einem Tag der offenen Tür verbunden war. Auf dem Gelände haben die Wassersportler seit ihrer Gründung Anfang der sechziger Jahre ihren Sitz.

Die Wilde Zicke liegt hoch im Gelände, was eine Überschwemmung für alle, die es nicht mit eigenen Augen erlebt haben, so schwer vorstellbar macht.

Aber, bis zu einem Meter stand das Wasser im Juni 2013 auf der Anhöhe. Das Vereinsheim der Kanuten, das die Sportler der ersten Stunde aus einer alten Fußballbaracke und Kisten des VEB ZRAW Gommern gezimmert hatten und das 1993 isoliert und modernisiert worden war, stand zu lange im Wasser, als dass die Holzkonstruktion hätte gerettet werden können.

"Das Wasser stand uns auf den Tag genau vor zwei Jahren bis zum Hals", drückte es Bürgermeister Jens Hünerbein plastisch aus. Zehn Tage habe der Hochwasserscheitel zurückgelegen, in zehn Tagen sollte der Sachsen-Anhalt-Tag in Gommern stattfinden.

So, wie die Stadt ihren Sachsen-Anhalt-Tag erfolgreich durchzog, so hielten die Kanuten auch ohne Vereinsheim ihren Sportbetrieb aufrecht. "Wir Wassersportler sind hart im Nehmen", sagte Burkhard Schulle und meinte damit auch den Regen, der zur Eröffnung des Vereinsheimes am Sonnabendvormittag einsetzte und die Veranstaltung stärker unter das danebenliegende Dach rückte.

Der Abteilungsleiter nutzte die offizielle Einweihung, sich bei den Geldgebern, darunter Lotto-Toto, und den "vielen, vielen Spendern" zu bedanken. Nicht zu vergessen, seine eigenen Vereinsmitglieder, die im Laufe der Umgestaltung weit über 800 freiwillige Stunden leisteten.

Die Kosten des neuen Vereinsheimes hätten weder Stadt noch Verein oder Landkreis aufbringen können, ergänzte Jens Hünerbein. Nach dem feststand, dass auch Sportstätten aus dem Hochwasserhilfefonds des Landes Sachsen-Anhalt gefördert werden, bemühte man sich um Gelder. Ein dickes Lob für die schnelle Baugenehmigung schickte der Stadtchef an das Bauordnungsamt des Landkreises ("Das kommt ja nicht so häufig vor."). Nicht zu unterschätzen sei auch die Leistung des SV Eintracht-Geschäftsführers Gerald Wildner, der den "kompletten Papierkram gemacht hat", sagte Jens Hünerbein. Jeder, der sich mit Fördermittelanträgen auskenne, wisse, was das bedeute. Uwe Seeger aus der Stadtverwaltung zählte der Bürgermeister ebenfalls auf. Er habe sich sehr gut um die Koordination aller Beteiligten gekümmert.

Für ihre Verdienste um den Kanusport wurden Klaus Petersen, Ehrenvorsitzender des SV Eintracht Gommern und ehemaliger Bürgermeister Gommerns, Gerald Wildner und Eintracht-Kassenwart Wieland John durch Markus Baudisch, dem Vorsitzenden des Landeskanuverbandes geehrt. Allerdings erhielten sie erst einmal nur ihre Urkunden. Die Ehrennadeln in Bronze seien unterwegs nicht ins Wasser gefallen, wie Markus Baudisch, der aus Schönebeck im Kanu angereist war, erklärte, sondern er habe sie schlichtweg auf dem Schreibtisch vergessen.

Außerdem erhalten die Männer auch das schmucke Kanuten-Lineal, das Burkhard Schulle schon an die Vertreter der Baufirmen etc. verschenkt hatte, "aber die zweite Lieferung ist im Poststreik stecken geblieben".

Dass Burkhard Schulle angesichts der immensen Schäden nach dem Hochwasser 2013 den Kopf oben behalten habe, beeindruckte Lutz Lapke, dem Vorsitzenden des Kreissportbundes und der SG Blau-Weiß Niegripp, besonders. "Das ist keine Selbstverständlichkeit, was hier geleistet wurde."

Das Miteinander von Sportverein, Stadt und allen Helfern sprach Torsten Kahlo, Vorsitzender des SV Eintracht Gommern, an. Das wunderbare neue Vereinsheim sei die Grundlage, dass viele Sportler nachwachsen können. Er nutzte die Gelegenheit, um die Verdienstnadel des Vereins an Dr. Heinz-Jürgen Herzig für seine Verdienste um den Kanusport zu verleihen. Da er persönlich nicht teilnehmen konnte, nahm seine Frau die Ehrung entgegen.

Für Jens Hünerbein war es eine Überraschung, dass er die zweite Verdienstnadel des Sportvereins erhielt. "Man braucht immer Mitstreiter, um etwas erreichen zu können, und den haben wir in dir", wandte sich Torsten Kahlo an den Bürgermeister. Kanuten aus Genthin, Niegripp und Magdeburg, vom Partnerverein aus Wolfenbüttel, Mitglieder des Regenbogenhauses Magdeburg und Dorothea Schippan für die Abteilung Aerobic gehörten unter anderem zu den Gratulanten.

 Fotos: Manuela Langner und Jürgen Geyer

    

 

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